Percha und Solln

 

 

10.10.13. Kurz vor elf Uhr setzt Regen ein, zunächst tröpfelnd, und dann schüttet es heftig bis zur Abenddämmerung.

Auf den Landstraßen staut sich der Verkehr, und schließlich versperrt ein Lastwagen die Sicht bis zum Ziel.

 

Die "Seestuben" in Percha sind geschlossen. Am Ufer kaum Spaziergänger.

Der Starnberger See spiegelt den grauen Himmel. Das Laub einzelner Bäume hat sich gelb und braun verfärbt.

 

Ganz in der Nähe ist ein gemütliches Wirtshaus. Drinnen sitzen ein paar Einheimische. Die Preise sind gemäßigt. Aus alter Vertrautheit ergibt sich ein Gespräch, fließt dahin, hängt sich an Erinnerungen und aktuelle Ereignisse, belebt und findet neue Wege der Erkenntnis.

 

Auf dem Rückweg, unterwegs, noch ein Halt in Solln, wo aus den Regenschauern helle Fenster leuchten.

Ein Cafe wie aus den Fünfziger Jahren, mit älterem Publikum.

Und schließlich wieder in der großen Stadt, nach viereinhalb Stunden. Der Regen schüttet weiter in der Abenddämmerung. Doch das hat keinen Augenblick gestört. Die Außenwelt ist Teil der Wahrnehmung. Die Innenwelt wählt aus.