Die schwankende Zeit

 

22.12.2013. Vor ein paar Tagen fiel eine elektronische Tischuhr auf den Fußboden. Obwohl sie präzise funkgesteuert war, zeigte danach nur noch der große Minutenzeiger das richtige Ergebnis. Der kleine Stundenzeiger sprang nach eigener Systematik weiter.

Um 8.27 Uhr zeigte er 10.27 Uhr. 8.29 Uhr war es 11.29 Uhr. Um 9.46 Uhr war es 6.46 Uhr.

Diese Uhr maß also nicht nach unseren Regeln, sondern nach einem eigenen System, das sich auch nicht auf unsere Realität übertragen ließ.

Einstein hat mit dem veränderlichen Faktor Zeit seine größten Entdeckungen gemacht.

Die Termine der Kalenderdaten 21.12., 24.12. und 31.12 verweisen auf alte Feste zum Jahresende. Der 21.12. ist die Wintersonnenwende, nach der die Tage wieder länger  und heller werden. Dann folgen in kurzen Abständen das Geglitzer der Weihnachtsbäume und das Silvesterfeuerwerk, gleichzeitig die Hoffnung auf bessere Zeiten im Neuen Jahr.

Aber eine Garantie dafür gibt es nicht. Nach welchen Regeln eine Uhr tickt, ist vom Hersteller vorgegeben. Wird das System beschädigt, liefert es nur noch falsche Ergebnisse, möglicherweise mit schädlichen Auswirkungen.

 

Das gilt noch mehr für komplexe Abläufe und Organisationsformen. Selbst wenn sie mit digitalen Präzisionsinstrumenten gestaltet und überwacht werden, kann die falsche Bewertung von Details zu mittelmäßigen oder wertlosen Ergebnissen führen, vor allem, wenn die Reformfreude gelähmt wird durch schwer bewegliche Führungsgestalten, die an falschen Traditionen kleben.  

 

But the times, they are changing.
Der Wind dreht sich, wenn auch viel zu langsam.

 

Dazu gehört die richtige Verwendung der Zeit. Ohne die Setzung von Prioritäten kann es kein wirkungsvolles Zeitmanagement geben.

 

Wer sich in Aktivitäten steigert, bei denen nichts herauskommt und wer Zeit mit Leuten verschwendet, die nichts bringen, kommt auf keinen grünen Zweig.

 

Ausserdem entsteht eine kraftverschwendende Hektik und Unruhe. Wer dreißig Termine an einem Tag hat, kann nichts vorwärts bringen, sondern ist am Abend nur noch erschöpft und kann sich nicht konzentrieren.

 

In Gesprächen kann man das Unwichtige und Belanglose vermeiden, indem man bei assoziativen Reflexen (Stichwörtern) nicht auf Nebensachen ablenkt.

 

Das muss keine übertriebene Kopflastigkeit bedeuten, sondern kann sehr unterhaltsam sein, weil die vorhandene Zeit optimal genutzt wird und eine Tiefenwirkung erzeugt, die nachhaltig ist und andere Aktivitäten wirkungsvoll unterstützt. Denn nur das Ergebnis zählt, nicht die operative Hektik.

 

Alle Aktivitäten müssen frühzeitig (prophylaktisch) auf ihre Erfolgsaussichten überprüft werden.

 

Entscheidend ist nicht das große Fachwissen, das Einer selbst im Kopf hat, sondern dessen Wirkung auf Andere (Leser, Kunden, Zielpersonen).

 

Sonst entsteht eine kraftverschwendende Hektik und Unruhe. Wer dreißig Termine an einem Tag hat, kann nichts vorwärts bringen, sondern ist am Abend nur noch erschöpft und kann sich nicht konzentrieren.

 

Hinter allen Worten gibt es eine zweite Ebene, die man mit den Mitteln der Sprachanalyse erkennen kann, an den Versprechern, logischen Lücken, syntaktischen und grammatischen Fehlern.

 

Die Betrachtung der  zweiten Ebene ermöglicht Einblicke   in die Tiefen einer Persönlichkeit.

 

Zu viele Kontakte, Telefonate und Termine mit ungeeigneten Gesprächspartnern blockieren ein wirkungsvolles Zeitmanagement.
Nach einer Optimierung lässt sich die eingesparte Zeit zum Nachdenken verwenden und zur Erzielung überzeugender Ergebnisse, die nachhaltig sind.

 

Denn es zählt immer nur das Ergebnis.