Adventslichter

 

27.11.13. Heute früh kam der erste Schnee, nach regengrauen, halbdunklen Novembertagen. Der Schnee, die Farbe der Reinheit und des Lichts, das im flackernden, hellen Kerzenschimmer die Kontraste weckt zwischen Winterkälte und Sommerhitze.

Alte Wirtshäuser erzeugen Behaglichkeit durch Ausstattung und Beleuchtung, dazu winterliche Speisen wie Grünkohl oder Entenbraten.

Wir sprechen über einen eindrucksvollen Brief vom 5. November, der viele Assoziationen an die Vergangenheit der letzten Jahre auslöst. Der Wirt mit dem schwarzen Vollbart begrüßt uns persönlich.

 

Gestern öffneten die Weihnachtsmärkte, direkt nach dem Totensonntag. Früher begann das ein paar Tage später, am ersten Adventswochenende. Aber so gibt es ein paar zusätzliche Tage mehr Umsatz und mehr Kunden auch in den Geschäften der Nachbarschaft, die schon viel zu früh, seit Ende Oktober heimelige Weihnachtsstimmung verbreiten. Kerzenlicht, Märchenzauber, Kinderspielzeug, Glühwein und Bratwurstduft steigern das Bedürfnis, Geschenke zu kaufen.

Doch nicht die Äußerlichkeiten entscheiden, sondern die innere Empfänglichkeit für festliche, zeitlose Gedanken und Verbindungen.

 

Die Kälte des künstlichen Neonlichts und die warmen Farben einer flackernden Kerze zeigen, dass natürliche Elemente dem Menschen näher sind und stärker wirken als nachgemachte, künstlich erzeugte. Diese Wirkung haben auch billige Imitate von Schmuck oder Leder.

Das natürliche Feuer ist auch das Zeichen der Emotionen und der stärksten Energie, der belebenden Kraft der Gedanken. Und menschliche Wärme ist  die Antriebskraft für ein ausgeglichenes Alltagsleben.